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Aktuelle Fragen und Antworten:
Welche Zinsbindungsfrist sollte man wählen?
Die Zinsbindungsfrist ist die Dauer, für die Sie an einen
bestimmten Zinssatz gebunden sind.
Längere Zinsbindungsfristen sind zwar teurer, bieten dafür
aber mehr Sicherheit. Wenn die Zinssätze also gerade niedrig
sind, empfiehlt es sich, eine möglichst lange Zinsbindung
von mindestens zehn Jahren zu wählen. Sind die Zinsen gerade
sehr hoch, empfiehlt es sich, eher kurze Laufzeiten zu wählen
und darauf zu hoffen, dass die Zinsen in der Zeit sinken.
Es kann grundsätzlich sinnvoll sein, ein Darlehen aufzuteilen
und mit den Teilbeträgen unterschiedliche Zinsbindungen zu
vereinbaren. Auf diese Art können Sie das Zinsrisiko minimieren.
Hier sollten Sie sich allerdings ausführlich beraten lassen.
Nutzen Sie zum Beispiel unseren individuellen Vergleich.
Welche Festzinsdarlehen gibt es?
Festzinsdarlehen sind die richtige Wahl, wenn Sie kein Zinsrisiko
eingehen wollen und konstante monatliche Raten wünschen.
Dabei können Sie aus einer Reihe von verschiedenen Produkten
wählen:
Annuitätendarlehen
Bei dieser klassischen Darlehensform nehmen Sie Ihr Darlehen für
eine vereinbarte Laufzeit auf und zahlen es mit gleichbleibenden
Raten zurück. Die Restschuld am Ende der Laufzeit können
Sie dann entweder mit einer Einmalzahlung zurückzahlen oder
mit einem neuen Darlehen finanzieren.
Volltilger-Darlehen
Bei dieser speziellen Form des Annuitätendarlehens wird die
monatliche Tilgungsrate so festgelegt, dass am Ende der Laufzeit
keine Restschuld mehr verbleibt. Nach der vereinbarten Laufzeit
ist das Darlehen also vollständig zurückgezahlt.
Konstant-Darlehen
Bei einem Konstant-Darlehen handelt es sich aus einer Kombination
aus Annuitätendarlehen und Bausparvertrag. Es ist vergleichbar
mit einem Volltilger-Darlehen, hat allerdings eine längere
Laufzeit und damit niedrigere monatliche Tilgungsraten.
Festdarlehen
Hier zahlen Sie Ihre Tilgungsraten nicht direkt an den Kreditgeber
zurück, sondern investieren das Geld in eine Geldanlage wie
zum Beispiel einen Aktienfonds, wodurch oftmals besondere steuerliche
Vorteile erzielt werden können.
Forward-Darlehen
Wenn Sie planen, Ihre Anschlussfinanzierung bei einer anderen
Bank vorzunehmen, ist das Forward-Darlehen ideal. Hierbei sichern
Sie sich die Zinsen von heute bis zu 60 Monate im Voraus.
Kündbare Festzinsdarlehen
Wenn Sie mit einem größeren Geldeingang rechnen und
damit Ihren Kredit vorzeitig ablösen wollen, wird meist eine
Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Dies ist bei
einem kündbaren Festzinsdarlehen nicht der Fall.
Wohn-Riester-Darlehen
Mit dieser Finanzierungsform nutzen Sie die staatliche Förderung
der Riester-Rente, auf die alle angestellten Arbeitnehmer ein
Anrecht haben. Sie schaffen auf diese Weise eine Altersvorsorge
in Form einer Immobilie.
Rentenhypothek
Sind Sie bereits Renter oder Pensionär? Dann können
Sie mit einer Rentenhypothek ebenfalls Kapital zu günstigen
Konditionen erhalten und gleichzeitig auf Sicherheit und Flexibilität
setzen.
Welche Arten von variablen Darlehen gibt es?
Bei einem (Teil-)variablen Darlehen kombinieren Sie Flexibilität
und Sicherheit, indem Sie Ihre Darlehenssumme individuell aufteilen,
die Zinsen nur teilweise festschreiben und flexibel in Ihren Sondertilgungen
bleiben. Dabei stehen Ihnen drei Modelle zur Wahl:
Flex-Darlehen
Bei dieser Darlehensform erfolgt die Zinsfestschreibung nur auf
kurze Zeit. Dadurch profitieren Sie von möglichen Zinssenkungen.
Außerdem haben Sie völlige Sondertilgungsfreiheit.
Cap-Dalehen
Bei einem Cap-Darlehen wird der Zinssatz jeweils nur für
drei Monate festgesetzt und orientiert sich dabei am aktuellen
Zinssatz. Gleichzeitig wird eine Zinsobergrenze vereinbart, die
Schutz vor starken Zinsanstiegen bietet.
Kombi-Darlehen
Das Kombi-Darlehen ist ein Kombination aus einem Annuitätendarlehen
mit fester Zinsbindung und fester monatlicher Rate und einem Sondertilgungsdarlehen
mit variablem Zinssatz.
Wer hat Anrecht auf ein KfW Förderdarlehen?
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert mit
zinsgünstigen Darlehen energiesparende Maßnahmen, sowie
praktisch alle Investitionen zur Instandhaltung und Modernisierung
und den Kauf oder Bau von Wohnungen und Häusern.
Je nach Programm und Laufzeit beträgt die Tilgung zwischen
2 und 8 Prozent, so dass die monatlichen Raten höher ausfallen
können, als bei einer Finanzierung ohne KfW.
Es gibt unterschiedliche Förderprogramme, zum Beispiel das
Programm "Wohnraum modernisieren", bei dem der Grundsatz
gilt: je energiesparender und ökologischer Sie modernisieren,
desto günstiger wird der Zinssatz.
Die Förderung der KfW steht jedem offen. Die Kreditlaufzeiten
betragen 10 bis 30 Jahre und die Zinsen können Sie auf 5
oder 10 Jahre festlegen. In den ersten ein bis fünf Jahren
läuft der Kredit tilgungsfrei. Es ist möglich, mehrere
Programme gleichzeitig zu beantragen.
Grundsätzlich wird das KfW - Förderdarlehen über
Ihr Kreditinstitut beantragt, allerdings sind die Kreditinstitute
nicht dazu verpflichtet, einen solchen Antrag auch tatsächlich
zu stellen.
Prüfen Sie deshalb zum Beispeil mit unserem individellen
Vergleich, ob sich ein KfW - Förderdarlehen für Sie
lohnt und über welchen Baufinanzierer es am besten zu beantragen
ist.
Ist eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital möglich?
Baufinanzierung ist auch ohne Eigenkapital durchaus möglich
und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Dafür
kommen zwei Varianten in Frage: das Annuitätendarlehen und
das Festdarlehen mit Tilgungsersatzleistung. Ein ausführlicher
Vergleich ist hierbei unabdingbar und sollte z.B. von unseren
erfahrenen Experten durchgeführt werden, denn jede Finanzierungsform
hat ihre Vor- und Nachteile.
Neben dem Kaufpreis der Immobilie ist im Allgemeinen auch die
Finanzierung der Nebenkosten möglich. Dies können zum
Beispiel Maklecourtage, Erschließungskosten oder der Grundbucheintrag
sein. Man spricht in diesem Fall von einer 105% oder auch 110%
Finanzierung, da mehr Geld aufgenommen wird, als die Immobilie
tatsächlich wert ist.
Ohne Eigenkapital ist eine Finanzierung immer deutlich teurer,
als mit entsprechendem Eigenkapital. Dies macht sich in höherer
Raten bei der monatlichen Abzahlung bemerkbar und sollte vorab
genau durchgerechnet werden.
Darüber hinaus bringt man sich bei einer Baufinanzierung
ohne Eigenkapital unter Umständen in große finanzielle
Schwierigkeiten, wenn beispielsweise Reparaturen am Objekt durchzuführen
sind, für die dann die finanziellen Möglichkeiten fehlen.
Aus diesem Grund sollte man versuchen, alle Eventualitäten
vorab einzuplanen, um nicht hinterher vor einem Scherbenhaufen
zu stehen.
Was ist bei Sondertilgungen zu beachten?
Sprechen Sie auf jeden Fall vor Vertragsschluss mit Ihrem Finanzierer
über die Möglichkeit einer Sondertilgung. Manche Banken
bieten keine Sondertilgungen an, andere nur nach entsprechender
Vereinbarung.
Zum Teil erhalten Sie aber auch eine jährliche Sondertilgungsmöglichkeit
standardmäßig angeboten. Allerdings kann sich dies
auch negativ auf die Verzinsung auswirken.
Zusammen mit Ihrem Berater sollten Sie prüfen, ob eine Sondertilgung
als Option oder auch fest in Ihre Finanzierung aufgenommen werden
sollte. Dabei ist es wichtig, die Zinssätze mit und ohne
Sondertilgung genau durchzurechnen.
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