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Lohnt sich eine Baufinanzierung mit meiner Hausbank?
In Finanzierungsfragen sollte Ihre Hausbank immer Ihre erste
Wahl sein, denn dort kennt man Sie und Sie haben einen Ansprechpartner,
der mit Ihrer finanziellen Situation vertraut ist.
Aber das Finanzierungsangebot Ihrer Hausbank sollte immer
nur ein erster Schritt sein, denn nicht selten erhalten
Sie bei anderen Instituten bessere Konditionen, zum Beispiel
bei Direktvermittlern.
Der Grund dafür ist, dass diese eine Vielzahl von
Banken vermitteln und deren Konditionen miteinander vergleichen
können. Außerdem reichen Direktvermittler und
Internetfinanzierer eine Vielzahl von Finanzierungen an
die entsprechenden Banken weiter, so dass sie oftmals besonders
günstige Konditionen aushandeln können.
Wenn Sie bereits ein Angebot Ihrer Hausbank vorliegen haben,
können Sie dies gut als Grundlage nehmen, um unseren
kostenlosen Finanzierungs-Vergleich
zu nutzen. Auch kleine Unterschiede im Zinssatz summieren
sich im Laufe der Jahre zu einer beachtlichen Summe. Und
da eine Baufinanzierung im Allgemeinen langfristig angelegt
ist, lohnt es sich, möglichst viele Banken und deren
Konditionen miteinander zu vergleichen.
Was ist der Unterschied zwischen Nominal und Effektivzinsen?
Unter dem Nominalzinssatz versteht man sozusagen den Preis
für den ausgezahlten Betrag des Darlehens. Zusammen
mit dem Anfangstilgungssatz bestimmt der Nominalzinssatz
die monatliche Ratenhöhe.
Beim Effektivzins wird eine Reihe von Faktoren, wie z.
B. die Verrechnung von Zins- und Tilgungsleistungen, der
Zeitpunkt der Zahlungen, der Nominalzinssatz, die Bearbeitungsgebühr,
ein evtl. Disagio, eine evt. Vermittlungsgebühr sowie
die Zinsbindungsfrist berücksichtigt.
Deshalb gibt der Effektivzins die tatsächliche finanzielle
Belastung pro Jahr an, wobei allerdings aufgrund der Definition
der Preisangabenverordnung Schätzgebühren und
Kontoführungskosten und weitere Gebühren oder
Zinsen wie z. B. Bereitstellungszinsen nicht enthalten sein
müssen, so dass der Effektivzins nur einen ungefähren
Wert darstellt.
Was ist die Beleihungsgrenze?
Kreditinstitute beleihen Grundbesitz nur bis zu einer bestimmten
Obergrenze.
Mit erststelligen Hypotheken können Sie im Normalfall
bis zu 50% der Gesamtkosten Ihrer Baufinanzierung, also
der Bau- und Grundstückskosten, oder Ihrer Immobilie
finanzieren.
Darüber hinaus haben Sie heute aber auch teilweise
die Möglichkeit, die erststellige Hypothek über
diese Grenze hinaus auf bis zu 70% Ihrer Finanzierungssumme
zu erhöhen.
Dabei arbeiten die Hypothekeninstitute oft im Verbund mit
anderen Partnern zusammen.
Was versteht man unter Disagio?
Ein Disagio ist die Summe, die vom Kreditgeber von der Kreditsumme
zurückbehalten wird. Sie bekommen also eine geringere
Summe ausbezahlt, als Sie durch das Darlehen tatsächlich
aufnehmen. Das Disagio wird dazu verwendet, Zinsen und Bearbeitungsgebühren
sofort zu tilgen.
Ein Disagio hat den Vorteil, dass die monatliche Belastung
durch die Zinsvorauszahlung geringer ist. Allerdings ist
dafür der Darlehensbetrag und damit die Zahldauer höher.
Seit 1996 gibt es für Immobilien, die selbst genutzt
werden, keine steuerlichen Vorteile mehr durch ein Disagio.
Wenn Sie aber eine vermietete Immobilie erwerben oder bauen
wollen, können Sie das Disagio als Werbungskosten direkt
von der Steuer absetzen.
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